Projektwochenbericht der dritten Klassen
Thema: Berufsbilder
Wir starteten unsere Projektwoche im Zentrum des ORF-Steiermark. Im Aufnahmestudio wurde uns ein Film gezeigt, in welchem erklärt wurde, welche Sendungen der ORF-Steiermark produziert. Der Aufwand für einige Übertragungen ist enorm. Als wir das Nachrichtenstudio besichtigten, waren wir von dessen geringer Größe überrascht. – Wenn wir uns ‚Steiermark heute‘ ansehen, wirkt dieser Raum viel größer. Einige von uns versuchten sich als NachrichtensprecherInnen – gar nicht so einfach, den Text im richtigen Tempo fehlerfrei zu lesen und dabei noch darauf zu achten, dass man mit dem Fußpedal den zu lesenden Text in der Kamera weiter bewegt. Doch ein paar KollegInnen machten es recht gut. Dominik Brunner aus der 3C durfte anschließend im Radiostudio kurz live auf Sendung gehen. Sein Kommentar nachdem er es erfolgreich hinter sich gebracht hatte: „Da kriegst voll Angst!“
Am Dienstag besichtigten wir das Styria – Druckzentrum. Beim Gang durch die riesigen Hallen fielen uns vor allem die riesigen Papierrollen auf, von welchen eine einzige bereits etwa so viel wiegt wie ein Auto! Tausende Zeitungen bewegten sich auf Bahnen, die sich wellenförmig in den Räumen ausbreiteten. Es schien so, als würden die Zeitschriften ‚Hochschaubahn‘ fahren. In einem Film wurde eindrucksvoll geschildert, welch enormer Arbeitseinsatz nötig ist, um eine Tageszeitung heraus zu bringen. Den ganzen Tag über bis spät nachts wird an Interviews, Fotos und Reportagen gearbeitet – bis endlich – um ca. 23 Uhr mit dem Druck der Zeitung begonnen wird, der um etwa 3 Uhr abgeschlossen ist. Früh am Morgen können wir bereits die gesammelten Nachrichten lesen und sind uns bis jetzt gar nicht bewusst gewesen, welch großer Aufwand dahinter steckt um dies zu ermöglichen.
Am Mittwoch befanden wir uns im Feuerwehrzentrum am Lendplatz, wo uns ein Mitarbeiter die Arten von Einsatzfahrzeugen erklärte und deren ‚Innenleben‘ zeigte. Wir durften sogar die Blechschere ausprobieren. Daniel aus der 3C sollte versuchen, die Feuerwehrmontur in den vorgeschriebenen 30 Sekunden anzuziehen – was natürlich nicht gelang. Einige Mädchen waren nach der Besichtigung und den Erläuterungen ‚Feuer und Flamme‘ und beschlossen Feuerwehrfrauen zu werden. In der Leitstelle der GVB faszinierte uns das Koordinationsbüro am meisten. Wir hörten Funksprüche von Straßenbahn – und BusfahrerInnen und einige von uns durften auch mit den Fahrern über Funk sprechen. In dieses Büro werden alle Notfallmeldungen und andere anfallende Nachrichten gesendet. Die Mitarbeiter der Leitstelle sind dann dafür verantwortlich, dass zum Beispiel bei Unfällen Rettung und Polizei zum richtigen Ort fahren und dass Ersatzfahrzeuge eingesetzt werden. Dieses Büro ist im Allgemeinen dafür verantwortlich, für die Fahrgäste die Einhaltung des Fahrplanes zu garantieren, indem die Angestellten den FahrerInnen Anweisungen geben, oder – wie oben erwähnt Ersatzfahrzeuge einsetzen. Nach diesem aufschlussreichen Besuch, sahen wir uns eine alte ‚Tramway‘ an. Als wir auf den langen Holzbänken saßen, hatten wir das Gefühl, in die Vergangenheit zurückversetzt zu sein.
Anschließen besichtigten wir noch die Remise und betrachteten hier eine Straßenbahn von unten.- Einigen von uns war ganz schön mulmig zumute, als wir in diesem ‚Reparaturtunnel‘ an das Gewicht dachten, dass knapp über unseren Köpfen zu schweben schien. Den Abschluss der Woche bildete eine Zeitreise in die Vergangenheit. – Im Freilichtmuseum Stübing konnten wir fast fühlen, wie es vor hunderten Jahren gewesen sein musste, als Köhler, Holzfäller, Bauer, Müller, Schmied oder Greisler zu arbeiten. Besonders beeindruckend war für uns nach dem Erleben der modernen Feuerwehrausrüstung, das Feuerwehrmuseum in Stübing zu sehen. Wie mit dieser ‚Ausrüstung‘ ein erfolgreicher Löscheinsatz funktionieren konnte war uns ein Rätsel!













